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Über den Läufer . . .

Schreiben des Schreibens wegen?

Wie formuliert und kombiniert man Wörter? Was drückt welches aus? Wie lerne ich mehr Wörter und wann weiß ich damit richtig umzugehen. Ist es vielleicht, möglicherweise, eventuell und unter Umständen das? Wörter der Wörter wegen?!

Wie die Lautgeräusche der Plastikplatte einer Strippen-Puppe, die je nach Position ihres Tonträgers „Mama“ oder „Amam“ blökt und trotz inhaltsloser Aussage einem Kind damit stets ein verträumtes Lächeln entlockt. Zweifel, die einschneidend verletzen, als würde beim Schreiben den rasierklingenscharfen Seiten des Papiers mehr Aufmerksamkeit als deren Fläche gewidmet.

Hemingway meinte einmal, dass jeder Schreiben könnte. Er müsse sich nur an eine Schreibmaschine setzen und bluten.

Doch offensichtlich ist es genau das: sich mit jeder Zeile einem Konflikt zu stellen und nicht nur gegen sich, sondern alle zu behaupten. Im Grunde bedeutet dies schlicht: keine Angst mehr haben! Das ist! worum es geht. Denn was passieren wird, geschieht ohnehin. Leben ist Interaktion, nicht interaktiv. Es ist mehr wie Pokern, überhaupt nicht wie Schach. Es kennt nur eine Laufrichtung: vorwärts. Und zwei Arten der Herangehensweise: bedacht oder unbedacht.

Alles andere ist purer philosophischer Luxus.

post scriptum

Gestern meinte eine Autorin, dass sie keine Syntax in meinen Wortkonstruktivismen erkennen kann. Das hat mich wahrlich zum Grübeln gebracht, anfänglich erschrocken, letztlich war ich erleichtert. Ich hatte durch das Hinterfragen eine nützliche Reflektion; ein Aha-Erlebnis.

Es geht mir bei meinen Texten mehr um Assoziationen, also nachfühlbare Eindrücke, als in einen Plot gemeißelte Logik oder Moral.

Die Motivation des Schreibens liegt bei mir in dem Versuch Bilder mit Worten zu zeichnen, als weniger ein zu behandelndes Thema zum besseren Verständnis einer grundlegenden Struktur unterzuordnen.

Letztlich haben wir alle unsere eigenen Wahrheiten und Meinungen. So erscheint es mir schwer eine Hypothese zu formulieren, die allgemein verständlich ist, denn diese Art Konstrukt verleitet offensichtlich dazu für den Leser genehm formuliert zu sein.

Ich denke meine Syntax ist wie Freestyle-Jazz. Das ist ganz ok für mich und mein Ziel, denn nur nach den Gegebenheiten zu arbeiten, erschwert doch Neuerungen, eventuell Innovationen.

Es ist ähnlich wie bei der Haute Couture, abstrakter Malerei, Avantgarde-Film oder Free-Style Jazz, denn es geht schlicht um Gefühl, Wirkung und eben jene kleinen Details, welche inspirieren und Grundstein für neues Denken oder Sichtweisen legen.

zu meinen Beiträgen

der stadtläufer im Wandel der Zeit