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Über den Läufer . . .

Schreiben des Schreibens wegen?

Wie formuliert und kombiniert man Wörter? Was drückt welches aus? Wie lerne ich mehr Wörter und wann weiß ich damit richtig umzugehen. Ist es vielleicht, möglicherweise, eventuell und unter Umständen das? Wörter der Wörter wegen?!

Wie die Lautgeräusche der Plastikplatte einer Strippen-Puppe, die je nach Position ihres Tonträgers „Mama“ oder „Amam“ blökt und trotz inhaltsloser Aussage einem Kind damit stets ein verträumtes Lächeln entlockt. Zweifel, die einschneidend verletzen, als würde beim Schreiben den rasierklingenscharfen Seiten des Papiers mehr Aufmerksamkeit als deren Fläche gewidmet.

Hemingway meinte einmal, dass jeder Schreiben könnte. Er müsse sich nur an eine Schreibmaschine setzen und bluten.

Doch offensichtlich ist es genau das: sich mit jeder Zeile einem Konflikt zu stellen und nicht nur gegen sich, sondern alle zu behaupten. Im Grunde bedeutet dies schlicht: keine Angst mehr haben! Das ist! worum es geht. Denn was passieren wird, geschieht ohnehin. Leben ist Interaktion, nicht interaktiv. Es ist mehr wie Pokern, überhaupt nicht wie Schach. Es kennt nur eine Laufrichtung: vorwärts. Und zwei Arten der Herangehensweise: bedacht oder unbedacht.

Alles andere ist purer philosophischer Luxus.

Die tägliche Motivation

Die Gabe eines Musikers ist sein perfektes Gehör, die des Mathematikers sein methodisches Verständnis. Den Philosophen befähigt diese zur systemischen Schlussfolgerung. Der Soziologe nutzt damit sein Einfühlungsvermögen ebenso geschickt wie der Weise seine geduldige Toleranz.

Doch welches Talent besitzen Schwerenöter* – und vor allem wozu? 

Auf der Suche nach Antworten taucht der stadtläufer tief in das urbane, multikulturelle Miteinander ein und begegnet dabei den unterschiedlichsten Charakteren und Mentalitäten dies- und jenseits des Bosporus.

Er erfährt deren Sehnsüchte und Befindlichkeiten rund um Liebe, Bewunderung, Angst oder Neid, die in einer viel zu oft grotesken Selbstwahrnehmung in gänzlichem Widerspruch zum Handeln und Sein stehen.

Intensiv dokumentiert er diese liebenswerten bis bizarren Eigenarten der Menschen in einer stetig mehr an Geduld, Intimität und Realität einbüßenden, tragisch-komischen Welt.

Der Autor begibt sich auf eine turbulente Expedition inmitten lieb gewonnener Feinde, stetig befremdlich werdender Freunde und gänzlich, dafür aber umso vertrauter erscheinende Unbekannte und zeichnet ein humorvoll-wortreiches, ein vertraut bis neurotisch wirkendes (Un-)Sittengemälde unserer Epoche.

Das Werk gleicht einem Puzzle, dessen Teile sich mit der voranschreitenden Lebenserfahrung zusammensetzen. Ein Sittengemälde, das die Zerrissenheit einer ewig kindlich bleiben wollenden Generation zeigt, – beschrieben von einem, der inmitten der Geschehnisse, jedoch nie darin zu sein scheint.

Eine Reise, die als Ziel Liebe und Glück versprochen, die den mühsamen Weg dorthin verschwiegen hat und zum Ende hin mit etwas weit Wertvollerem aufwartet: Klarheit, Unabhängigkeit und Gelassenheit. Die Freude am Altwerden in vollen Zügen genießen und nutzen zu können.

* Ich hadere mit der Definition dieses Wortes.
„… ein Mann, der durch Charme und/oder Durchtriebenheit Eindruck macht und/oder sich etwas verschafft…“ Ich verstehe es eher im Sinne eines Neurotikers: einer Person, die sich das Leben leichter machen könnte, doch dies – eher unbewusst – sabotiert.

zu meinen Beiträgen

der stadtläufer im Wandel der Zeit